Hobby: Pferde
- Der Anfang -
Heike Kemmer
* 24. April 1962 in Berlin
Diplom-Betriebswirtin
Hobby: Pferde
Angefangen hat die reiterliche Laufbahn von Heike Kemmer eigentlich vor dem Sattel. Vor dem Sattel ihres pferdebegeisterten Vaters nämlich, der die damals 4-jährige Heike kurzerhand auf ein Woilach vor sich platzierte und mit ihr durch den Wald ritt. Dieser erste Ausritt sollte nicht ohne Folgen bleiben – von diesem Tag an war Heike ebenfalls vom Pferdevirus befallen.
Eigentlich in Berlin ansässig, erwarben Joachim Kemmer und seine Frau Inge Ende der 60er Jahre Grund und Boden im niedersächsischen Winsen.Nach und nach entstand dort die Zuchtstätte Amselhof Walle Den Schwerpunkt seiner Liebe zu den Pferden legte Joachim Kemmer damals in die Zucht.
Heike und ihre jüngere Schwester Edda teilten diese Begeisterung und entdeckten schon bald den Turniersport für sich.
Nach Reitversuchen auf Schulpferden und auf „Polly“, dem ersten eigenen Pony - „Ein eher freches Modell“ erinnert sich Heike - sollte mit der Rappstute „Waidfee“ alles beginnen.
Die Waidmannsdank xx-Stute war im Besitz von Dr. Karl-Friedrich Vogel , der sie zusammen mit Ausbilder Helmut Hennig in Berlin bis M-Dressur förderte. Durch ihre interessante Abstammung wurde Joachim Kemmer auf sie aufmerksam. Das wertvolle Blut des Vollblüters Waidmannsdank xx versprach gut in die Amselhofer Zuchtlinie zu passen. Er kaufte sie und brachte sie nach Walle. Wenn Heike an den Wochenenden zu Besuch kam, übernahm sie das Reiten und die Pflege der Stute – und gewöhnte sich immer mehr an sie.
Für eine Karriere als Zuchtstute war „Waidfee“ ungeeignet. Sie wurde nicht rossig.
So wurde beschlossen, dass sie wieder die Reise nach Berlin antreten sollte - als Lehrpferd für Heike. Viele erfolgreiche Turnierstarts unter Anleitung des damaligen Berliner Landestrainers Wilfried Wels zeigten, dass diese Entscheidung richtig war. 1978 gelang der 16jährigen Heike mit „Waidfee“ der fünfte Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Darmstadt Kranichstein. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, sagte Heike danach.
Und die Berliner Reitsportgemeinde freute sich ebenfalls, war dies doch eine sehr gelungene Leistung der jungen Sportlerin.
